Die Wilson Sensation war eine der ersten erfolgreichen Multifilamentsaiten und zählt bis heute zu den komfortabelsten. TennisCompanion bewertet den Komfort mit 9,2 von 10 Punkten, die Haltbarkeit dagegen nur mit 6,2. Sie passt zu Spielern mit empfindlichem Arm, weniger zu Vielspielern, die selten neu bespannen.
DuPont-Mikrofasern in zwei gegenläufig gewickelten Außenschichten
Im Kern der Sensation liegt ein Bündel aus DuPont-Xycro-Mikrofasern. Darum legt Wilson zwei Außenschichten in entgegengesetzter Wickelrichtung, damit sich die Saite nicht vorzeitig auffasert. Diese elastischen Nylonfasern dämpfen Vibrationen und geben dem Ball beim Treffen spürbar nach, bevor er wieder beschleunigt wird. Genau dieses Nachgeben sorgt für den weichen Charakter, der die Multifilament-Bauweise von Co-Polyester-Saiten wie der RPM Blast unterscheidet.
- Kern aus DuPont-Xycro-Mikrofasern, von Nylon umhüllt
- Zwei Außenschichten in gegenläufiger Wickelrichtung gegen Ausfransen
- Erhältlich in 1,25, 1,30 und 1,35 Millimeter
9,2 von 10 Punkten Komfort, aber nur 6,2 für Haltbarkeit
| Eigenschaft | Punktzahl | Bedeutung in der Praxis |
|---|---|---|
| Komfort | 9,2/10 | Einer der höchsten Werte unter gängigen Multifilamentsaiten |
| Power | 8,6/10 | Viel Eigenbeschleunigung, passend zu kompakteren Schwüngen |
| Touch | 8,1/10 | Gutes Ballgefühl bei Stoppbällen und Volleys |
| Kontrolle | 7,5/10 | Solide, aber klar hinter Co-Polyestersaiten wie der RPM Blast |
| Haltbarkeit | 6,2/10 | Fasert bei intensivem Training vergleichsweise schnell aus |
Quelle: TennisCompanion, Skala 0 bis 10.
Spieler beginnen am besten in der Mitte des empfohlenen Bespannungsbereichs
Für die Sensation gilt wie für die meisten Multifilamentsaiten: Als Startwert eignet sich die Mitte des vom Rackethersteller empfohlenen Bespannungsbereichs. Ein Testbericht von TennisCompanion nennt 57 Pfund (knapp 26 Kilogramm) als Beispielwert in einem Wilson Pro Staff 97. Wer von einer härteren Co-Polyestersaite wechselt, empfindet die Sensation selbst bei gleicher Härte spürbar weicher, weil das Material von sich aus nachgiebiger ist.
Komfortorientierte Spielerinnen und Freizeitspieler profitieren am meisten
Die Kombination aus hohem Komfort und guter Power passt zu Spielern mit empfindlichem Arm, zu Einsteigern und zu allen, die in erster Linie angenehmes Spielgefühl suchen. Wer viel und hart trainiert, muss wegen der begrenzten Haltbarkeit häufiger neu bespannen als mit einer Polyestersaite. Für aggressive Grundlinienspieler mit hohem Spinbedarf eignen sich texturierte Co-Polyestersaiten besser.
- Spieler mit empfindlichem Arm oder Tennisarm-Vorgeschichte
- Einsteiger und Freizeitspieler, die Komfort vor Spin stellen
- Weniger geeignet für Vielspieler mit mehrfachem Training pro Woche
Die Sensation ist komfortabler als die Tecnifibre Triax, aber weniger haltbar
Im Vergleich zur ebenfalls angebotenen Tecnifibre Triax ist die Sensation laut TennisCompanion komfortabler (9,2 von 10 Punkten), hält aber deutlich kürzer: TennisCompanion vergibt für die Haltbarkeit nur 6,2 von 10 Punkten, während Tennis Warehouse der Triax 79 von 100 Punkten attestiert. Wer häufiger trainiert als turniert, bekommt mit der Triax pro Bespannung mehr Spielzeit. Ein 12,2-Meter-Set der Sensation kostet bei Tennis Warehouse Europe aktuell 11,90 Euro (Aktionspreis, Stand Oktober 2026) und zählt damit zu den günstigeren Markensaiten in diesem Vergleich. In Hybridbesaitungen läuft sie häufig als weichere Quersaite zu einer härteren Co-Polyester-Längssaite wie der RPM Blast, um Komfort und Spin in einem Schläger zu kombinieren.
Schon nach wenigen Trainingseinheiten zeigen sich Einkerbungen
Mit nur 6,2 von 10 Punkten für Haltbarkeit zählt die Sensation zu den schneller verschleißenden Saiten in diesem Vergleich. Schon nach wenigen intensiven Trainingseinheiten zeigen sich an den Kreuzungspunkten der Längs- und Quersaiten sichtbare Einkerbungen, ein typisches Zeichen für nachlassende Multifilamentsaiten. Der Komfort entsteht, weil die vielen dünnen Nylonfasern im Kern sich beim Ballkontakt gegeneinander verschieben und dadurch einen Teil der Aufprallenergie in Wärme statt in Vibration umwandeln. Genau dieser Effekt sorgt gleichzeitig dafür, dass die Fasern mit der Zeit ausfransen. Ein häufiger Fehler ist deshalb, die Sensation wie eine Polyestersaite erst beim sichtbaren Reißen zu wechseln: Weil Multifilamentsaiten ihre Spannung schon vor dem optischen Verschleiß verlieren, lohnt sich ein Wechsel nach Spielzeit statt nach Optik.
1,30 Millimeter als praktikabler Kompromiss zwischen Spin und Haltbarkeit
Bei der Wahl der Stärke gilt: 1,25 Millimeter liefert mehr Spin und ein weicheres Gefühl, 1,35 Millimeter mehr Haltbarkeit bei etwas weniger Komfort. Für die meisten Freizeitspieler ist die mittlere Stärke von 1,30 Millimetern, wie sie auch im Test von Tennis Warehouse verwendet wurde, der praktikabelste Kompromiss zwischen Spielgefühl und Lebensdauer. Nutzer berichten von spürbarem Nachlassen bereits nach wenigen Trainingsstunden, deutlich früher als bei Co-Polyestersaiten wie der RPM Blast, die mehrere Wochen intensives Training durchhält. Farblich ist die Sensation in Natur und in einer grünen Variante erhältlich, für die Spieleigenschaften macht das keinen Unterschied. Wer häufig zwischen Trainingseinheiten und Matches wechselt, bespannt deshalb meist zwei Schläger parallel: einen mit der komfortablen Sensation fürs Training, einen mit einer haltbareren Co-Polyestersaite fürs Match. So lässt sich der Komfortvorteil nutzen, ohne im entscheidenden Satz auf eine frische Bespannung angewiesen zu sein.